Spamt sich die FDP aus der Bürgerschaft?
Zündende Ideen für eine virale Marketingaktion kann man nicht erzwingen. Versucht man dann noch den Erfolg so einer Aktion, der auch noch die zündende Idee fehlt, mit Spammails zu erreichen, dann wird aus dem gewünschten Erfolg ein grandioser Mißerfolg. Diese Erfahrung macht dieser Tage die FDP.
Die FDP hatte von einer Hamburger Werbeagentur einen Videospot produzieren lassen. In diesem Spot teilt Sky Du Mont mit, dass er am Sonntag der FDP seine Stimme geben werden. FDP Spitzenkandidat bedankt sich dafür in dem Spot artig für die Stimme. Der Werbeagentur muss bewusst gewesen sein, dass sich dieser Spot nicht viral im Internet verbreiten wird. Also versuchte die Agentur mit Spammails und gefälschten Blogkommentaren der Kampagne auf die Sprünge zu helfen.
Zulla hat die FDP abmahnen lassen, die die Abmahnung schnell akzeptierten. So weit so schlimm für die FDP. Aber es kommt schlimmer, denn die Folgen im Netz zeigten sich erst in den dann folgenden Stunden und Tagen. Das Video auf Youtube hat mittlerweile 53 durchweg negative Kommentare. Fast 30.000 Youtube User haben das Video dort gesehen und die Kommentare gelesen. Dazu gibt es jetzt noch eine nachbearbeitete “erotische” Variante des Videos, die auch schon mehr als 15.000 Internetnutzer (Wähler?) gesehen haben.
Auswirkung hat die für die FDP katastrophale Marketingaktion auf die Suchergebnisse unter dem Suchbegriff FDP Hamburg gehabt. Die Ergebnisse 2-5 unter dieser Suchabfrage beschäftigen sich mit diesem Thema und nicht mit dem Wirken der FDP in Hamburg. Die FDP lag bei den letzten Meinungsumfragen knapp unter 5 %. Ob ein Einzug in die Bürgerschaft trotz der gründlich mißlungenen Marketingaktion trotzdem gelingt, wird man am Sonntag Abend sehen.


Am 25. Februar 2008 um 10:32 Uhr
[…] Letzendlich kassierte die Hamburger FDP dafür eine Abmahnung - so kann Onlinemarketing nach hinten losgehen, wenn man schlecht beraten […]